Bis jetzt haben wir Glück gehabt!

Bundespolitik

10. Lobbacher Gespräche über „Deutschland und Covid-19“ erstmals online.

Die SPD-Ortsvereine aus dem Kleinen Odenwald und Kraichgau bringen gerne spannende Themen und Menschen zusammen - üblicherweise in der Lobbacher Manfred-Sauer-Stiftung. Corona-bedingt konnte die Veranstaltung "Deutschland und Covid-19" mit Prof. Karl Lauterbach diesmal aber nur virtuell stattfinden und so wurden die 10. Lobbacher Gesprächen zeitgleich über Zoom und YouTube ausgestrahlt. Ausgangspunkt war die Lock-down-Situation, gekennzeichnet durch Ausgangs-, Kontakt-, Reise- und Berufseinschränkungen. Was mit einzelnen Lungenerkrankungen im chinesischen Wuhan begann, wuchs sich zu einer weltweiten Pandemie aus mit über 12 Millionen Infizierten und mehr als 500.000 Toten. "Wir müssen deshalb jetzt Maßnahmen ergreifen, um eine möglicherweise im Herbst drohende zweite Welle gut bewältigen können“, mahnten SPD-Gesundheitsexperte Prof. Dr. Karl Lauterbach und sein Bundestagskollege Lars Castellucci.

Initiator Reinhard Aldag erinnerte zu Beginn daran, dass über den Erreger nach wie vor wenig bekannt sei und weder auf Therapien noch auf einen erprobten Impfstoff zurück gegriffen werden könne. Diese Unsicherheit schlug sich auch in den Diskussionen über Strategien und wirksame Schutzmaßnahmen nieder, über die bis heute gerade in den Sozialen Medien intensiv gestritten wird. Mit Karl Lauterbach war man sich einig, dass man bisher die Krise gut gemeistert habe. „Wir haben Glück gehabt“, sagte der SPD-Gesundheitsexperte mit Blick darauf, dass die Pandemie zu einem Zeitpunkt nach Deutschland geschwappt sei, als jeder durch die „bestürzenden Bilder aus Italien“ die Gefahr unmittelbar vor Augen hatte. So seien die Deutschen mental gut vorbereitet und vor allem bereit gewesen, die Maßnahmen der Regierung mitzutragen.

Trotz der mittlerweile verständlichen Corona-Verdrossenheit appellierte Lauterbach eindringlich, jetzt weder übermütig noch nachlässig zu werden. Zwar gebe es mittlerweile rund 140 Studien zu Impfstoffen, aber eben noch nicht den zugelassenen Impfstoff. Es gelte daher noch immer das Gebot, sich und andere so weit als möglich durch Hygiene und Abstand zu schützen, damit die Zahl schwerer (Folge-)Erkrankungen so gering wie möglich gehalten werden könne. Niere, Herz und Gehirn sind neben der bekannten Lungenentzündung am meisten betroffen, weil das Virus wichtige Blutgefäße in den Organen angreift und zu Entzündungen führt.

Von Massentests hält Lauterbach nichts, wohl aber von Tests bei Berufsgruppen, die mit vielen Menschen in Kontakt kommen: Erzieher, Pflegepersonal, Lehrkräfte zum Beispiel. In der Rückkehr zum Regelbetrieb an Schulen sieht der Gesundheitsexperte der SPD insoweit eine Gefahr, da dort gedrängt zu viele Menschen zusammenkommen. In Räumen sei nämlich die Infektionsgefahr 20 Mal höher als im Freien und sie steigere sich enorm, wenn ein Superspreader mit 100-fach höherer Viruslast darunter sei. Mit den Viren benetzte Aerosole stehen stundenlang in der Luft. Um diese auseinander zu wirbeln, müssen auch an kalten Tagen Räume ständig gründlich gelüftet werden.

Die vom Wahlkreisabgeordneten Dr. Lars Castellucci souverän moderierte Diskussion ergab unter den mehr als 150 Zuschauern, dass 45 % das digitale Format wegen vieler neuer Erkenntnisse „hervorragend“ und 31 Prozent sie immerhin gut fanden. Daher ist eine Wiederholung nur zu wahrscheinlich, ließ SPD-Kreisvorsitzender Thomas Funk in seinem Schlusswort anklingen: „Es hat sich gezeigt, dass ein solch virtuelles Angebot eine gute Ergänzung zu den Lobbacher Gesprächen sein kann.“

 

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