Hannelore Kraft beim SPD-Neujahrsempfang: Der Weg ist das Ziel

Allgemein

Vorigen Samstag war für SozialdemokratInnen der Region „Hannelore-Tag“. Hannelore Kraft, Ministerpräsidentin von NRW und derzeit wohl populärste Sozialdemokratin, war nicht nur beim SPD-Kreisverband zu Gast, sondern auch als Fußballfan unterwegs. In Sinsheim verfolgte sie das Spiel „ihrer“ Borussia. Zuvor hatte sie im Beisein der örtlichen GenossInnen die neueröffnete Bäderwelt in Augenschein genommen. Anwesend waren u.a. der ehemalige Oberbürgermeister Rolf Geinert und die SPD-Stadtverbandsvorsitzende Dorothea Vogt. Nach einem kurzen Plausch war am Abend in Eppelheim der SPD-Neujahrsempfang angesagt.

In einem kurzen, humorvollen Jahresrückblick handelte Thomas Funk als Kreisvorsitzender der SPD Rhein-Neckar alle wichtigen Menschen und Ereignisse des Jahres 2012 ab bis hin zum prognostizierten Weltuntergang, der glücklicherweise nicht stattgefunden hat. Die SPD könne 2013 mit Stolz ihr 150-jähriges Jubiläum feiern, denn sie sei „Garant für die demokratische Kultur unseres Landes“. Dafür warb Funk um Mitarbeit und Unterstützung, denn „die Demokratie braucht engagierte BürgerInnen“.

„Für eine gute Politik braucht man Entschlossenheit, Inhalte und gute KandidatInnen“, unterstrich Hannelore Kraft. Sie freue sich über die drei SPD-Bundestagskandidaten Lothar Binding, Dr. Lars Castellucci und Daniel Born. Sie stünden wie alle SozialdemokratInnen für moderne Grundwerte wie Freiheit, Gerechtigkeit und Solidarität, die seit 150 Jahren Bestand haben. Vieles sei vorangekommen in dieser Zeit, aber nie sei etwas endgültig erreicht, „denn der Weg ist das Ziel“.

Freiheit versteht Kraft nicht nur als Freiheit des Einzelnen, deshalb mahnte sie Bildungsgerechtigkeit und Chancengleichheit an. Die Gemeinschaftsschule sei hier ein Schritt in die richtige Richtung. „Auch um Gerechtigkeit muss immer neu gekämpft werden“, appellierte Kraft und lobte in diesem Zusammenhang das jüngst in Baden-Württemberg durchgesetzte Tariftreuegesetz als vorbildlich. Auch GeringverdienerInnen müssten die Chance haben, eine Familie zu gründen und von ihrer Hände Arbeit leben zu können. Gerechtigkeit bedeute deshalb auch, dass Mieten bezahlbar bleiben, Vermögende mehr Steuern zahlen und eine Finanztransaktionssteuer der ganzen Gesellschaft zugute kommt.

Solidarität, vor allem mit benachteiligten Kindern und Jugendlichen, ist Hannelore Kraft erkennbar eine Herzensangelegenheit: Menschen ohne Schulabschluss und ohne Ausbildung dürften der Gesellschaft nicht verloren gehen. Ziel müsse es stattdessen sein, alle mitzunehmen. Mit großer Begeisterung und mit Standing Ovations dankten die BesucherInnen Hannelore Kraft für ihre mitreißende Rede.

Zum Abschied erhielt Hannelore Kraft als Borussia-Fan ein Mönchengladbacher Fußballtrikot mit der Rückennummer „Hannelore 10“.

 

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